Ohne Bewährung - True Crime von hier

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Parasit

Parasit

Eine Frau bricht in ihrer Wohnung zusammen. Als ihr Partner den Krankenwagen ruft, ist es bereits zu spät. Die Ärzte können nur noch den Tod der 36-Jährigen feststellen. Doch dann machen die Mediziner eine schockierende Entdeckung. Die Frau aus Essen hat kaum noch Blut in ihren Adern. Und auch ihre Ohren sind völlig entstellt. Als im Prozess später herauskommt, was passiert ist, macht sich Fassungslosigkeit breit. Nur einer zeigt keine Emotionen: Der Angeklagte.

Der Geist mit dem Spaten

Charlotte wünscht sich mehr von ihrem Leben als ein Reihenhaus in Selm und ihren Job als Verkäuferin im Supermarkt. Und spätestens als die beiden Söhne erwachsen sind, gesteht sie sich ein: An der Seite von Axel wird sie ihr Traumleben niemals führen können. Ihr Mann ist antriebslos, blass und langweilig. Einer der Söhne hat ihn einmal einen „Geist“ genannt, weil er oftmals kaum anwesend scheint. Als Charlotte sich schließlich scheiden lässt, steckt Axel weiter den Kopf in den Sand. Er will nur eins: Dass sie alles rückgängig macht, damit er sich wieder den ganzen Tag aufs Sofa legen und die Decke anstarren kann. Ein letztes klärende Gespräch eskaliert jedoch dramatisch.

Tödliche Dosis

Eine erfahrene Krankenschwester gibt einem krebskranken Patienten eine Überdosis Schmerzmittel. Sie weiß, dass der Mann davon sterben kann. Die falsche Dosierung war von einer Ärztin in die Krankenakte eingetragen worden. Darüber hat sich die Krankenschwester massiv geärgert. Im Urteil des Essener Landgerichts heißt es später: „Sie wollte den Ärzten einen Denkzettel verpassen.“

Dreiecksdrama & Mordversuch

Am Morgen des 11. Januar 2019 fährt ein Streifenwagen durch eine einsame Straße im Dortmunder Süden. Plötzlich hört der Beamte am Steuer laute Hilferufe einer Frau. Er hält an und traut seinen Augen kaum. An einem in einer Parkbucht abgestellten Auto sticht ein Mann immer wieder auf die Frau am Steuer ein. Der Mann ist Marc, die Frau seine heimliche Geliebte Desiree. Desiree hat vor zweieinhalb Monaten einen Sohn zur Welt gebracht. Marcs Sohn. Und an diesem 11. Januar 2019 hat sie einen Termin beim Arbeitsgericht. Sie hat Marcs Frau, bei der sie angestellt war, wegen ausstehender Gehaltszahlungen verklagt. Wollte Marc das Aufeinandertreffen der beiden Frauen unbedingt vermeiden, um seine Affäre nicht auffliegen zu lassen? Wollte er dafür sogar zum Mörder werden?

Der gelbe Schnellhefter

Manuela und Ralf: Das war einst die große Liebe. Doch während Manuela im Job erfolgreich ist und auch einen wirklich guten Draht zu dem gemeinsamen Sohn Joris hat, läuft bei Ralf spätestens ab 2015 fast alles schief. Er verliert einen Job nach dem anderen, erkrankt an Tinnitus – und lädt seinen Frust dann immer häufiger an
Frau und Kind ab. Ralf als niederträchtigen Tyrannen zu bezeichnen, würde seinem Verhalten nicht einmal gerecht. Für das, womit er Manuela und Joris das Leben zur Hölle macht, gibt es fast keine Worte. Doch Manuela schreibt alles auf. Ihr gelber Schnellhefter ist ein Dokument ihrer Hilflosigkeit und seiner Bosheit.

Rana – Albtraum einer Kinderehe

Bei dieser Urteilsbegründung hat der Vorsitzende Richter am Essener Landgericht sogar das Grundgesetz zitiert: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Der Angeklagte zeigte jedoch keine Regung. Er hatte eine Zwölfjährige geheiratet, vergewaltigt und mit dem Tode bedroht. Im Sommer 2024 ist er verurteilt worden.

Femizid – getötet, weil sie frei sein wollte

Ein achtjähriger Junge aus Essen muss mit ansehen, wie seine Mama stirbt. Sein Vater hatte kurz zuvor immer wieder auf sie eingestochen. Die ganze Küche war voller Blut. Beim Urteil am Essener Schwurgericht ist später von einem „brutalen Femizid“ die Rede. Und auch diese Worte wurden bei der Begründung des Urteils gesagt: „Der Angeklagte hat in der mittelalterlichen Vorstellung gehandelt, dass seine Frau ihm gehört.“

Giftbombe an Silvester

Jalal wird Anfang Januar 2023 zusammen mit seinem Bruder in Castrop-Rauxel festgenommen. Ein amerikanischer Geheimdienst hatte die deutschen Sicherheitsbehörden darüber informiert, dass
die beiden Iraner möglicherweise einen Giftanschlag mit den Chemikalien Rizin und Cyanid vorbereiten. Während der Bruder nach 22 Tagen wieder aus der Untersuchungshaft entlassen wird, weil er tatsächlich völlig unschuldig ist, bestätigt sich bei Jalal der schlimme Verdacht. Auf seinem Mobiltelefon wird islamistisches Propaganda-Material gefunden. Außerdem stoßen die Ermittler auf eindeutige Chats mit Mitgliedern des Islamischen Staates. Jalal wird im November 2023 wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu vier Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Im Kugelhagel der Kalaschnikow

Das kennt man eigentlich nur aus Action-Filmen: Ein Mann legt in Todesangst den Rückwärtsgang seines Autos ein und rast mit Vollgas rückwärts eine kleine Straße entlang. Dabei duckt er sich so weit wie möglich nach unten, hat nur noch eine Hand am Lenkrad. Gleichzeitig wird mit einer Kalaschnikow immer wieder auf ihn geschossen. Dass er überlebt, gleicht einem Wunder. Passiert sind die dramatischen Szenen im März 2023, auf einer einsamen Straße in Hattingen, südlich der Ruhr. Das Opfer war ein Zeitungsbote. Der Täter ist verschwunden. Doch er hat einen entscheidenden Fehler gemacht.

Spiel, Satz, Mord

Georg hat gerade seine Trainingsstunde in der Tennishalle des Ruderclubs in Hamm beendet, als er mit vier Schüssen in den Kopf eiskalt ermordet wird. Sein Trainer auf der anderen Seite des Tennisplatzes sieht noch die Mündungsfeuer aus einem Türspalt zum Vorraum der Halle. Helfen kann er dem 41-jährigen Autohändler
aber nicht mehr. Bei den Ermittlungen vermutet die Polizei zunächst einen Auftragsmord russischer Geschäftspartner des Opfers. Schließlich stellt sich jedoch heraus, dass Georg aus einem
anderen Grund sterben musste. Wut, Hass und Eifersucht haben einen früheren Freund zu der Tat getrieben.